Acanthoclonia sp. "Rio Topo"
(von Bruno Kneubühler)
 

OrdungPhasmatodea
 
UnterordnungVerophasmatodea 
InfraordnungAreolatae 
ÜberfamiliePseudophasmatoidea Rehn, 1904
FamiliePseudophasmatidae Rehn, 1904
UnterfamilieXerosomatinae Rehn, 1904
TribusXerosomatini 
GattungAcanthocloniaStål, 1875
ArtAcanthoclonia sp. "Rio Topo" 


 
Allgemeine Bemerkungen

  • 2008 - die erste erfolgreiche Zucht dieser Art durch Bruno Kneubühler
  • 2009 - die Art wurde das erste Mal weiter verteilt unter dem vorläufigen Namen Acanthoclonia sp. "Rio Topo, Ecuador"
  • 2009 - die Art wird momentan taxonomisch bearbeitet von Oskar Conle. Sobald dazu weitere Informationen vorliegen werde ich hier darüber informieren

Herkunft

  • mein Zuchtstamm wurde im November 2007 von Horst Kaech am Rio Topo (Tunguragua) in Ecuador gesammelt. Der Lebensraum war niedrige Vegetation entlang dem Fluss Rio Topo, auf einer Höhe von etwa 1600 m und in der Nähe der Stadt Baños (Tungurahua)

Weibchen

  • klein und gedrungen - etwa 4,5 - 5 cm lang
  • sehr stachelig
  • flügellos
  • marmoriert mit verschiedenen Braun-, Gelb- und Grüntönen, dazu einige schwarzen Markierungen
  • Fühler etwas so lange wie Vorderbeine

Männchen

  • klein, schlanker als Weibchen - etwa 3,5 bis 4 cm lang
  • sehr stachelig
  • flügellos
  • Färbung wie die Weibchen
  • Fühler etwas länger als Vorderbeine

Eier

  • sehr klein - 2 lang, 1 mm breit
  • zerbrechlich
  • dunkel braun
  • leicht rauhe Oberfläche

Futterpflanzen

  • frisch geschlüpfte Larven haben bis jetzt nur Farn als Futter angenommen, verschiedene Farne aus dem Wald wurden bevorzugt. Einge grüne Farnwedel kann man auch im Winter im Wald finden, sogar unter dem Schnee
  • auch Zimmerfarne werden angenommen
  • ältere Larven (etwa ab L4) fressen auch Cotoneaster (der als Bodendecker verwendet wird)
  • adulte Tiere fressen auch gut auf Efeu (Hedera helix), Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus), runzelblättrigen Schneeball (Viburnum rhytidophyllum) und Brombeere (Rubus sp.)

Bemerkungen zur Zucht

  • insgesamt eine einfach zu haltende Art, wenn Farn für die Larven und ein Standort mit gemässigten Temperaturen vorhanden ist
  • Inkuabtion der Eier auf feuchtem Sand, mit Springschwänzen zur Reduzierung der Schimmelbildung
  • die Inkubation der Eier sollte bei Temperaturen erfolgen die nicht höher als 20°C sind
  • Inkubationsdauer etwa 3,5 - 4 Monate
  • die Larven sind mit 8 mm Länge sehr klein, und deshalb fressen sie vorallem in den jungen Stadien auch entsprechend wenig. Dies ist natürlich ein Vorteil wenn man im Winter draussen nach Farn sucht oder den Zimmerfarn verfüttert
  • da die Larven so klein sind sie sehr leicht zu übersehen, deshalb vorallem beim Wechseln der Futterpflanzen sehr achtsam sein
  • Aufzucht in einem Käfig (Faunaboxen eigenen sich sehr gut) mit genügend Lüftungsflächen und gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit. Diese wird durch ein stets feucht gehaltenes Küchenpapier auf dem Boden des Käfigs erreicht
  • ich habe die Larven und Adultis nie mit Wasser besprüht
  • die Tiere gedeihen besser wenn sie nicht bei hohen Temperaturen gehalten werden. Empfehlenswert wären Temperaturen um 20 °C oder darunter. Das ursprüngliche Habitat dieser Art war ein Flussufer in erhöhter Lage, was das Bedürfnis nach gemässigten Temperaturen erklären kann
  • Männchen werden nach etwa 5 Monaten adult, die Weibchen nach etwa 6 Monaten
  • es dauert fast 4 Wochen bis die Weibchen beginnen Eier zu legen
  • die Eier werden einfach auf den Boden fallen gelassen, ein Weibchen legt etwa 10 - 15 Eier pro Woche

Quellenangaben

  • Phasmida Species Files  (www.phasmida.orthoptera.org)

 

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