Anisomorpha buprestoides "Ocala"
(von Bruno Kneubühler)
| Ordnung | Phasmatodea | |
| Unterordnung | Verophasmatodea | |
| Infraordnung | Areolatae | |
| Überfamilie | Pseudophasmatoidea | Rehn, 1904 |
| Familie | Pseudophasmatidae | Rehn, 1904 |
| Unterfamilie | Pseudophasmatinae | |
| Tribus | Anisomorphini | Rehn, 1904 |
| Gattung | Anisomorpha | Gray, 1835 |
| Art | Anisomorpha buprestoides | Stoll, 1813 |
Allgemeine Bemerkungen
- ursprünglich von Stoll (1813) als Phasma buprestoides beschrieben
- hier gibt es eine sehr gute Beschreibung über die verschiedenen Farbformen bei A. buprestoides:
esa.publisher.ingentaconnect.com/content/esa/aesa/2009/00000102/00000002/art00005 - A. buprestoides "Ocala" ist die natürlicherweise im Gebiet von Ocala (Florida, USA) vorkommende schwarz-weisse Farbform
- diese Farbform wurde von A. Dossey das erste mal beschrieben und gezüchtet
- die erste Zucht dieser Farbform in Europa durch Oskar Conle (2008)
Weibchen
- stämmige Tiere - etwa 8 cm lang
- schwarz-weiss gestreift - mit etlichen kleinen, weissen Flecken in den schwarzen Bereichen
- es können aber auch Tiere auftreten die leicht bräunlich gefärbt sind
- glänzende Oberfläche
- Antennen sind länger als die Vorderbeine
Männchen
- schlanke Tiere - etwa 5 cm lang
- Färbung wie die Weibchen
- glänzende Oberfläche
- Antennen auch länger als Vorderbeine
Eier
- etwa 3 x 2mm
- Grundfarbe (der trockenen Eier) ist grau mit mehr oder weniger dunklen Flecken
- rauhe Oberfläche
Futterpflanzen
- als natürliche Futterpflanzen werden in der Literatur verschiedene Eichensorten (Quercus spp.) erwähnt
- hier fressen sie sehr gerne Liguster (Ligustrum spp.), Wegerich (Plantago spp.) und Rhododendron, nehmen aber auch Lonicera (Lonicera nitida) und Brombeere (Rubus spp.) an
allgemeine Bemerkungen
- für meinen Zuchtstamm habe ich nur rein schwarz-weisse Tiere verwendet
- Inkubation der Eier auf feuchtem (nicht nassem) Sand, mit Springschwänzen um die Schimmelbildung zu reduzieren
- Inkuabtionsdauer (bei 20 bis 22°C) etwa 3 bis 4 Monate
- ihr natürlicher Lebensraum, im Bereich des Ocala National Forest in Florida, soll eher trocken sein. Deshalb halte ich die Tiere ohne feuchten Untergrund und ohne sie zu sprühen. Dies hat nicht zu Problemen bei der Häutung geführt
- die Larven sind braun gefärbt, mit vielen hellen Flecken
- die Männchen brauchen etwa 2,5 Monate um erwachsen zu werden, die Weibchen etwa 3,5 Monate
- adulte Männchen besetzen bereits Weibchen die erst in L5 sind und damit noch durch 2 Häutungen hindurch gehen müssen. Die Weibchen häuten sich allerdings ohne weitere Probleme, obwohl das Männchen während der Häutung weiterhin huckepack bleibt
- die Männchen könnten nur mit grosser Gewaltanwendung von den Weibchen getrennt werden, freiwillig lassen sie nicht los
- einige Männchen vergessen allerdings nach der Häutung des Weibchens die alte Haut loszulassen und zum frischgehäuteten Weibchen überzuwechseln. Bis sie es dann gemerkt haben, hat meist schon ein anderes Männchen das Weibchen besetzt
- Männchen die bereits ein Weibchen besetzt haben strampeln wild mit den Beinen wenn ein anderes Männchen in die Nähe kommt
- die Tiere sind öfters auch am Tag aktiv
- in der Natur scheinen die Weibchen kleine Mulden in sandigen Stellen mit ihre Vorderbeinen zu graben um darin ihre Eier zu verstecken. In meiner Zucht konnte ich dies nie beobachten, obwohl ich ihnen einen flachen Behälter mit Sand zur Verfügung gestellt hatte. Stattdessen werden die Eier einfach auf den Boden fallen gelassen
- diese Tiere können ein Wehrsekret absondern / versprühen wenn sie grob angefasst werden. Deshalb sollte man im Umgang mit dieser Art etwas Vorsicht walten lassen, die Tiere nicht direkt vor die Augen halten und die Hände nachher waschen. Sollte trotzdem von diesem Sekret in die Augen oder auf Schleimhäute gelangen - dann wird es für einige Minuten brennen, lässt aber bald nach
Quellenangaben
- Phasmida Species Files (www.phasmida.orthoptera.org)